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dpa

Russische Kriegsberichterstatterin durch Mine getötet

Wenn Journalisten von der Front im Ukraine-Krieg berichten, gehen sie ein hohes Risiko ein. Auf russischer Seite gab es zuletzt mehrere Tote.

Moskau (dpa) − An der Front in der Ostukraine ist erneut eine russische Kriegsberichterstatterin ums Leben gekommen. Die Korrespondentin des staatlichen Fernsehsenders Erster Kanal sei durch eine gegnerische Mine getötet worden, teilte ihr Arbeitgeber in Moskau mit. Ihr Kameramann sei verletzt worden. Der genaue Ort wurde nicht genannt, die Rede war von der Grenze des russischen Gebiets Belgorod zur Ukraine.

 

Erst am Montag waren ein Reporter der russischen Zeitung „Iswestija“ sowie zwei Mitarbeiter des Militär-TV-Kanals Swesda an der Front getötet worden. Die russische Seite sprach von Beschuss durch ukrainische Artillerie.

 

Dutzende Medienvertreter getötet

Seit dem Einmarsch Russlands in das Nachbarland im Februar 2022 sind nach einer Übersicht der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mehr als ein Dutzend russische Journalisten bei ihrer Arbeit getötet worden.

 

Dem Journalistenverband der Ukraine zufolge wurden bislang 18 ukrainische wie ausländische Berichterstatter getötet, während sie im Krieg ihrer beruflichen Tätigkeit nachgingen. Zehn Journalisten und Journalistinnen fielen außerhalb ihrer Arbeit Bomben oder Beschuss zum Opfer. Mehr als 80 Medienvertreter, die in der ukrainischen Armee dienten, wurden bei Kämpfen getötet.